Musikpädagoge

 

 

  Komponist                                                 Abenteurer    Wolfgang Fally

 

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Kommentar zu den Tonschöpfungen

 

In unserer Zeit ist das Angebot an verschiedener Musik aus alten Tagen sowie auch der Gegenwart so groß, dass es wohl illusorisch ist zu meinen, man könnte so einfach „Bahnbrechend Neues“ in die Welt setzen.

 

Dies ist auch nicht mein Anliegen!

 

Dank meiner bis in die Kindheit zurückreichenden Beschäftigung mit dem Klavierspiel war es mir gegeben, vorerst Popmusik, des weiteren Musik aus dem Barock, der Klassik, der Romantik, des Impressionismus sowie später auch aus dem Jazz zu spielen und somit auch strukturell zu verstehen.

 

In meiner Jugend war es die Fähigkeit zum Hören und spontanen Wiedergeben des Gehörten am Klavier, (ohne Noten) die mir Bewunderung eintrug und mich der Musik treu bleiben ließ.

 

Zur Zeit des Klavierstudiums am Innsbrucker Konservatorium verschoben sich die Prioritäten:

Es war nun vorrangig, die Notenbilder diverser Kompositionen aus den verschiedenen Epochen der Musikgeschichte genau zu studieren und in Folge am Klavier wiederzugeben...

 

Es sollte eine Zeit der pianistischen Abstinenz folgen, in der ich anfing, Gehörtes in Noten aufzuzeichnen.

Vom irgendwo „Gehörtem“ zum innerlich „Gehörten“ war es mir notwendig, in die Stille zu gehen um sicher zu gehen, dass das „ Gehörte“ wirklich aus mir selbst stammt...

 

Andererseits war es mir auch wichtig, handwerklich dazuzulernen.

Da war mir das Studium des 4-stimmigen Bach’schen Choralsatzes und des weiteren das selbständige Aussetzen diverser traditioneller Choralmelodien sehr hilfreich!

 

Die Beschäftigung  mit dem Klavierspiel ist oft eine einsame Angelegenheit...

 

Das „Komponieren“, also „das zu Papier bringen eigener musikalischer Vorstellungen“ nicht minder, jedoch mit dem Unterschied, daß das Ergebnis der Arbeit von andern Musikern oder, wie es bei mir oft der Fall ist, von mir gemeinsam mit meinen Musikerfreunden zum Klingen gebracht wird...

 

Darin besteht für mich immer wieder der Hauptanreiz zum kompositorischen Schaffen!

 

Ich bin kein musikalischer Neuerer!

 

Wie könnte ich‘s auch sein angesichts der teilweise extrem traditions- bzw. tonalitätsfeindlichen Strömungen der jüngeren Musikgeschichte, die eben auch schon wieder Geschichte sind...

Wie könnte ich‘s auch sein angesichts meiner Arbeit als Klavierlehrer für junge Leute, denen ich das Verständnis traditioneller harmonikaler Strukturen beizubringen oft schon Mühe habe...

 

Jedoch glaube ich, daß meinen Tonschöpfungen eine gewisse handwerkliche Redlichkeit zueigen ist:

Kontrapunktik, kanonische Stimmführung, Selbständigkeit aller Stimmen, (auch der Mittelstimmen nach Bach’schem Vorbild) gepaart mit teilweise moderner Rhythmik  vermögen ihnen eine gewisse Zeitlosigkeit  verleihen, so würde ich’s mir wünschen.

 

Ich will mit meiner Musik auch die jungen Leute erreichen, mit der ich als Pädagoge Woche für Woche zusammenarbeite, ohne Elektronik und Verstärkung; dies ist wohl mit ein Hauptgrund für meine Arbeitsweise...

 

Ich schreibe meine Musik so, dass sie mich, hätte sie zur Zeit meiner Jugend aus der Feder eines anderen Komponisten schon existiert, schon als Jugendlicher fasziniert hätte...

 

 

 

 

 
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©2010 Wolfgang Fally. All Rights Reserved. Last Updated: Donnerstag 5 August 2010.